Hilden, 19.07.2021, von Daniel Claus

LuK-Stab: Einsatz im Hintergrund

Das Technische Hilfswerk (THW) ist weiter mit mehreren tausend Ehrenamtlichen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz. Damit vor Ort die benötigten Teileinheiten zur Verfügung stehen und die notwendige Hintergrundlogistik sowie Verwaltung funktioniert richtet das THW Leitungs- und Koordinierungsstäbe (LuK-Stab) ein. Ein Ratinger Helfer unterstützte den LuK-Stab der Regionalstelle Düsseldorf.

Foto: THW

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Immer, wenn größere Einsätze laufen und mehrere Ortsverbände benötigt werden um effektiv Hilfe zu leisten richtet das THW Leitungs- und Koordinierungsstäbe ein. Dies geschieht auf allen Ebenen. Vom Ortsverband, über die Regionalstellen und Landesverbände bis in die THW-Leitung. Es handelt sich hierbei um organisatorisch-administrative Stäbe. Im THW stellen diese die verwaltungstechnische Handlungsfähigkeit der THW-Struktur im Einsatzfall sicher. Die Stäbe nehmen Anforderungen von Bedarfsträgern entgegen und koordinieren die Einsatzaktivitäten der auf der jeweiligen Ebene untergliederten Ortsverbände, bzw. leiten Maßnahmen in Abstimmung mit den Einsatzleitungen vor Ort ein. Die LuK-Stäbe haben ausschließlich organisatorische und administrative Aufgaben. Sie greifen nicht in die Einsatzstruktur ein und nehmen keine operativ/taktischen Führungsaufgaben wahr.

Ein Ratinger Helfer war zwei Schichten im LuK-Stab der Regionalstelle Düsseldorf im Einsatz und half so indirekt auch vor Ort. Hauptaufgabe des Stabes ist es, dafür zu sorgen, dass die (Teil-)Einheiten aus den Ortsverbänden des Regionalbereiches auf Anforderung vor Ort zum Einsatz kommen. Wenn beispielsweise in Bad Münstereifel eine Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen benötigt wird, fordert die dortige Führungsstelle eine solche Gruppe beim zuständigen LuK-Stab der Regionalstelle Aachen an. Ab diesem Moment greift die THW-Struktur. Der LuK-Stab Aachen prüft, ob eine solche Einheit im eigenen Bereich verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall, erfolgt eine entsprechende Anforderung an den LuK-Stab des Landesverbandes. Hier wird dann auf Basis der vorhandenen Informationen und in Abstimmung mit den LuK-Stäben der Regionalstellen entschieden, von wo aus Unterstützung nach Bad Münstereifel geschickt werden kann. Als Beispiel könnte die Ratinger Fachgruppe verfügbar sein. Somit wird die Anforderung von vor Ort in Form eines Einsatzauftrages über den LuK-Stab der Regionalstelle Düsseldorf an die Teileinheit in Ratingen geleitet. Dort werden die Ehrenamtlichen Einsatzkräfte alarmiert und machen sich auf den Weg nach Bad Münstereifel.


  • Foto: THW

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