Lissabon, 03.12.2022, von thw.de & Daniel Claus

EU-Übung in Portugal mit Ratinger Beteiligung

Die Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) des Technischen Hilfswerks übte in Lissabon mit Katastrophenschutzteams aus vier Ländern der Europäischen Union (EU) die gemeinsame Bewältigung realer Katastrophen. Mit dabei war die Ratinger Helferin Christine Pestka und ihr Rettungshund Joris.

Foto: THW / Sebastian Vogler

Foto: THW / Sebastian Vogler

Seit Montag trainierten Einsatzkräfte des THW in Lissabon mit anderen EU-Katastrophenschutzteams. Wie beim Einsatz begann auch diese Übung mit der Anreise der verschiedenen EU-Teams ins fiktive Schadensgebiet. Zuerst stellen die Teams die eigene Einsatzfähigkeit her und bauen ihre Unterkünfte auf. Danach standen die ersten Übungsaufgaben an: Verschüttete mit modernster Technik und mit Suchhunden unter Trümmern sowie in unwegsamem Gelände aufspüren, Menschen aus Höhen abseilen und Verletzte medizinisch versorgen.

Das Übungsgelände bestand aus mehreren Einsatzstellen am Meer, aber auch in bergigem Gelände. Neben der erforderlichen Ausstattung und den Fachleuten gehörten auch acht Rettungshunde zur Einheit des THW, die als "Heavy Urban Search and Rescue"-Modul klassifiziert ist. Einer davon war der Ratinger Rettungshund Joris.

Bereits seit 2010 treffen sich Zivilschutz-Einheiten aus ganz Europa regelmäßig zu sogenannten MODEX-Übungen. Die Abkürzung steht für Module Exercises. Ziel ist dabei, sich gemeinsam auf komplexe Notlagen vorzubereiten, um im Ernstfall schnell agieren und die Module aus verschiedenen EU-Ländern gut koordinieren zu können. Die EU-Direktion für Humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz (DG ECHO) finanziert diese Übungen, bei denen auch getestet wird, wie gut der EU-Katastrophenschutzmechanismus funktioniert und wo nachgebessert werden muss.

Bei der Großübung in Portugal nehmen neben den Gastgebern aus Portugal rund 180 internationale Akteure und Akteurinnen teil: die SEEBA-Einheit aus Deutschland, ein Bergungsteam mit Hunden und eine Drohneneinheit aus Spanien sowie ein Bergungsteam aus Estland. "In gut zehn Jahren haben bereits mehr als 100 MODEX-Übungen stattgefunden. Der Bevölkerungsschutz in Europa hat sich dadurch kontinuierlich weiterentwickelt. Ein Prozess, den wir als THW eng begleitet haben und wo wir uns weiterhin einbringen werden", resümiert THW-Präsident Gerd Friedsam und wünscht allen Teilnehmenden eine unfallfreie, erfolgreiche MODEX-Übung in Portugal.

Am 3. Dezember kehrten Christine mitsamt Hund wohlbehalten nach Ratingen zurück.


  • Foto: THW / Sebastian Vogler

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  • Foto: THW / Katharina Garrecht

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  • Foto: THW / Mareike Harms

  • Foto: THW / Mareike Harms

  • Foto: THW / Mareike Harms

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  • Foto: THW / Katharina Garrecht

  • Foto: THW / Katharina Garrecht

  • Foto: THW / Katharina Garrecht

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