Zivilschutz im Fokus – Führungskräfte bilden sich fort

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Koblenz,

Mit den Themen „Zivilschutz“ und „Zivile Verteidigung“ bildeten sich am Wochenende vom 27. Februar bis 1. März die ehrenamtlichen Führungskräfte des THW-Regionalbereichs Düsseldorf fort. In Impulsvorträgen stellten die Bundeswehr und die THW-Leitung die Bausteine der deutschen Gesamtverteidigung vor. In einer Planübung und einem Workshop wurde das neue Wissen auf die Ortsebene übertragen.

Foto: THW/Nils Vollmar

In der Akademie des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutzes des Landes Rheinland-Pfalz (LfBK) festigten am vergangenen Wochenende zwanzig ehrenamtliche Führungskräfte aus den Ortsverbänden des Regionalbereichs Düsseldorf ihre Kenntnisse im Zivilschutz und in der Zivilen Verteidigung. „Auch wenn der Zivilschutz schon immer der THW-Kernauftrag war, bekommt er in jüngster Zeit eine neue Bedeutung.“, weiß Alexander Heynen als Leiter der Regionalstelle Düsseldorf. „Im Rahmen der Gesamtverteidigung haben die militärischen und zivilen Stellen klare Rollen erhalten. Unsere Führungskräfte müssen hierfür gut vorbereitet werden.“

Die Wahl des Ortes passte hierzu. Das LfBK wurde am 1. Januar 2025 gegründet und bündelt Ressourcen auf Landesebene, die zur Bewältigung großer Schadenslagen und Katastrophen nötig sind. Die Führungskräfte schufen sich bei ihrem Besuch einen Überblick über die Fähigkeiten des LfBK. Als Präsident des noch jungen Landesamtes begrüßte René Schubert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Als langjähriger Leiter der Ratinger Feuerwehr und aktuell stellvertretender Kreisbrandmeister des Kreises Mettmann ist er ihnen wohl bekannt.

Der Samstag begann mit zwei Impulsvorträgen zur Zivilen Verteidigung. Den Anfang machte das Kreisverbindungskommando Mettmann (KVK), das über die militärische Lage sowie die Aufgaben des KVK informierte. Anschließend referierte die THW-Leitung über die Rolle des Technischen Hilfswerks in der Zivilen Verteidigung. Im einem Planspiel vertieften die Führungskräfte bis in die Abendstunden die Abläufe im Krisenfall.

Das THW wird im Verteidigungsfall auf der Rechtsgrundlage des Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetztes (ZSKG) tätig. Der Zivilschutz hat zur Aufgabe „(…) durch nichtmilitärische Maßnahmen die Bevölkerung, ihre Wohnungen und Arbeitsstätten, lebens- oder verteidigungswichtige zivile Dienststellen, Betriebe, Einrichtungen und Anlagen sowie das Kulturgut vor Kriegseinwirkungen zu schützen und deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern. (…)“, so lautet es im ersten Paragraphen des ZSKG.

Hierbei unterstützt das THW den Katastrophenschutz, dessen Organisation wiederum in den Händen der Kreise und kreisfreien Städte liegt. „Zuständigkeiten müssen bekannt sein, Melde- und Befehlslinien funktionieren.“, erklärt Phillip Krainske vom Planungsteam. Krainske ist Zugführer im Ortsverband Velbert und Mitorganisator des Wochenendes. „Netzwerken ist alles – in Krisen muss man Köpfe kennen. Das hat sich immer wieder bewährt, deswegen sind solche Fortbildungswochenenden für die Vernetzung untereinander unheimlich wichtig.“

Am Sonntag beschäftigten sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mit dem Schwerpunkt „Resilienz der Ortsverbände“. Wie bleiben wir bei Stromausfall handlungsfähig? Wie kommunizieren wir ohne Mobilfunknetz? Wie verpflegen wir uns und unsere Familien? Antworten hierauf wurden in kleinen Workshops erarbeitet und im Plenum präsentiert. Die Ortsverbände wollen sich in Zukunft sicherer und durchhaltefähiger aufstellen – das Rahmenkonzept des THW rückte die Zivilschutztüchtigkeit weiter in den Fokus.

Während der Fortbildung sorgte die Fachgruppe Logistik-Verpflegung des Ortsverbandes Düsseldorf für das leibliche Wohl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Diese Kräfte würden uns auch im Einsatz versorgen. Bis zu 250 Kräfte sind für diese Fachgruppe kein Problem.“, schildert Heynen.

Hintergrund:

Der ehrenamtliche Führungskräfte-Pool des Regionalbereichs Düsseldorf setzt sich aus Zugführerinnen und Zugführern sowie und Fachberaterinnen und Fachberatern zusammen. Die Bündelung dieser Funktionen in einem Pool stärkt die Durchhalte- und Schichtfähigkeit im Einsatz. Der Regionalbereich Düsseldorf umfasst den Kreis Mettmann sowie die kreisfreien Städte Düsseldorf, Duisburg, Mülheim und Solingen mit insgesamt neun Ortsverbände und rund 1.100 Einsatzkräften.

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