Mülheim, 26.09.2017, von Daniel Claus

THW sichert Schulgebäude nach Brand

Das Technische Hilfswerk (THW) sicherte ein Schulgebäude nach einem Brand in Mülheim. Im 2. Obergeschoss war es am Morgen des 25. Septembers zu einem Vollbrand gekommen. Mittels Stützen und Ankerstangen wurden Fassadenteile abgestützt bzw. gegen herabfallen gesichert. Gemeinsam wurden diese Arbeiten durch ehrenamtliche Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Mülheim und Ratingen durchgeführt. Für die Begutachtung der Schäden und die Ermittlung der notwendigen Maßnahmen war auch ein Baufachberatertrupp aus dem Ortsverband Witten vor Ort.

Foto: THW / Holger Hohage

Am Montagmorgen ereignete sich in einer Schule in Mülheim ein Brand im 2. Obergeschoss. Die Feuerwehr forderte daraufhin um die Mittagszeit einen Baufachberater beim THW an. Umgehend machte sich ein Team aus dem Ortsverband Witten auf den Weg. Vorort erfolge nach einer kurzen Lageeinweisung eine Erkundung des Objektes. Diese führte dazu, dass das gesamte Gebäude in die Schadenklasse 3 und Teile in die Schadenklasse 4 eingestuft wurden. Das Gebäude darf nun nicht mehr ohne weiteres betreten werden und insbesondere die Fassade war hier ein Gefahrenschwerpunkt. Somit war eine schnelle Sicherung der Betonfassadenunterzüge und der Fassadenabdeckung notwendig.

Zur Durchführung der Arbeiten wurde gegen 14 Uhr die 1. Bergungsgruppe und der Zugtrupp des Ortsverbandes Mülheim und die 2. Schwere Bergungsgruppe des Ortsverbandes Ratingen alarmiert. Mittels des Einsatzgerüstsystems der Mülheimer Bergungsgruppe wurden bis gegen 1 Uhr 30 des Folgetages die Aussteifung an den Unterzügen angebracht. Diese Arbeiten gestalteten sich sehr aufwändig, da alles Maßnahmen nur von außerhalb des Gebäudes erfolgen konnten. Hierzu standen eine Drehleiter und ein Hubsteiger zur Verfügung. Unterstützung für die Transportlogistik an der Einsatzstelle kam von der nachalarmierten Fachgruppe Räumen aus Mülheim mit dem Telelader. Gleichzeitig zu den Aussteifungen wurden durch die schwere Bergungsgruppe aus Ratingen Kernbohrungen erstellt. Es galt insgesamt acht Fassadenteile mittels 16 Ankerstangen gegen herabfallen zu sichern. Erschwert wurden diese Arbeiten dadurch, dass die eigentliche Wand bis zu 60 Zentimeter dick war und aus Stahlbeton bestand. Dies führte dazu, dass die Arbeiten in der Nacht unterbrochen und am Dienstag ab 9 Uhr erneut aufgenommen wurden.

Um die Arbeiten zu beschleunigen stellte der Ortsverband Duisburg für den Dienstag ein weiteres Kernbohrgerät bereit. Gegen 17 Uhr war dann der Einsatzauftrag erfüllt und die Ehrenamtlichen konnten in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Neben den Einsatzkräften vor Ort betrieb der Ortsverband Mülheim auch einen Lage- und Koordinierungsstab im Ortsverband. Dieser sorgte für die notwendige Hintergrundlogistik, damit die Helferinnen und Helfer sich an der Einsatzstelle auf das Wesentliche konzentrieren konnten.


  • Foto: THW / Holger Hohage

  • Foto: THW / Holger Hohage

  • Foto: THW / Holger Hohage

  • Foto: THW / Holger Hohage

  • Foto: THW / Robin George

  • Foto: THW / Robin George

  • Foto: THW / Robin George

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  • Foto: THW / Marcus Gerlach

  • Foto: THW / Marcus Gerlach

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