Den Auftakt bildeten die Einsätze rund um Altweiber auf dem Marktplatz. Am 12. Februar 2026 errichteten Einsatzkräfte der Fachgruppe Notinstandsetzung und Notversorgung zusätzliche Wasserbehälter an zuvor durch die Stadt festgelegten Punkten. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen der Amtshilfe und diente der weiteren Absicherung der stark frequentierten Veranstaltungsfläche. Der Abbau der Wasserbehälter erfolgte am Folgetag.
Am Tulpensonntag stand der Ratinger Kinderkarnevalszug im Mittelpunkt. Rund fünfunddreißig Einsatzkräfte aus dem gesamten Ortsverband waren im Einsatz, um die Zugstrecke abzusichern. Im Vergleich zum Vorjahr kamen erstmals neue Sperrsysteme zum Einsatz, die durch die Stadt Ratingen beschafft worden waren. Diese Systeme sind im Handling deutlich einfacher als wassergefüllte Behälter, sodass insgesamt weniger Wassertanks benötigt wurden. Die Ehrenamtlichen errichteten Notfallschleusen, stellten Absperrungen auf und passten diese während des Zugverlaufs flexibel an. Die Koordination erfolgte durch den Zugtrupp, der hierfür eine Führungsstelle einrichtete und als Schnittstelle zum Einsatzstab fungierte. Ein THW Fachberater war dort als direkte Ansprechperson eingebunden.
Der Höhepunkt der Session folgte am Rosenmontag mit dem großen Rosenmontagszug unter dem Motto „Ons Heimat es Ratingia - Leev hoch im Jubiläumsjahr“. Trotz regnerischer Witterung säumten laut Angaben der Feuerwehr mehr als 26.000 Zuschauerinnen und Zuschauer die Zugstrecke. Das THW war mit gut dreißig Einsatzkräften aus Ratingen sowie acht Kräften aus Hilden in einem eigenen Einsatzabschnitt tätig. Ergänzt wurden die THW-Kräfte durch acht Verkehrskadetten des Kreises Mettmann sowie zwei Kräfte der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Die Aufgaben entsprachen im Wesentlichen denen des Kinderkarnevalszuges, jedoch mussten deutlich mehr Sperrpunkte eingerichtet und koordiniert werden. Trotz der hohen Besucherzahlen und der Witterung verlief der Rosenmontagszug ohne besondere Vorkommnisse.
Zugführer Kjell Heinze zog ein positives Fazit: „Die enge Abstimmung aller Beteiligten und das hohe Engagement der Ehrenamtlichen leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Straßenkarneval in Ratingen sicher stattfinden kann und zehntausende Jecken unbeschwerte Karnevalstage erleben.“