Die jährliche Fortbildung ist für alle Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger nach THW-Dienstvorschrift vorgeschrieben. Ziel ist es, die Einsatzbefähigung zu erhalten, die körperliche Belastbarkeit zu überprüfen und Handgriffe unter realistischen Bedingungen einzuüben. Neben einer theoretischen Auffrischung gehören zwei praktische Übungen innerhalb von zwölf Monaten zum Pflichtprogramm.
Zunächst mussten die Teilnehmenden bei der Belastungsübung verschiedene Fitnessstationen wie Endlosleiter, Fahrradergometer, Laufband oder Zughammer bewältigen – natürlich unter Atemschutz und innerhalb fester Zeitlimits. Anschließend ging es in die Kriechstrecke: Achtzig Meter durch enge, dunkle Gänge, gespickt mit Hindernissen, lauten Geräuschen und Lichtblitzen – eine fordernde Simulation, die auf den Ernstfall vorbereitet.
Die zweite Übung fand unter realen Einsatzbedingungen statt. In den Räumen der Feuerwehrschule wurde eine Verpuffung im Keller simuliert: Zwei Personen galten als vermisst. Die Ehrenamtlichen mussten unter Nullsicht Räume systematisch absuchen, miteinander kommunizieren, Gefahren erkennen, den Rückweg sichern und die Vermissten patientengerecht retten.
Marcel Schemaitat (THW Velbert), Bereichsausbilder für Atemschutz im Regionalbereich Düsseldorf, erklärte im Anschluss seine Motivation:
„Das Thema Atemschutz begleitet mich schon seit meiner eigenen Ausbildung 2011. Über die Jahre beim THW ist der Wunsch gewachsen, andere in diesem Bereich auszubilden. Jetzt gebe ich mein Wissen weiter, um sicherzustellen, dass im Einsatzfall jeder Handgriff sitzt.“
Mit der erfolgreichen Fortbildung sind die teilnehmenden Einsatzkräfte nun bestens gerüstet für zukünftige Einsätze unter Atemschutz – um im Ernstfall sicher helfen zu können.

