Doppelt hält besser - Ausbildungssprengung in Wuppertal

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Wuppertal,

13 Knäpper, 2 Ortsverbände, 1 Ziel - Rund fünfundzwanzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Düsseldorf und Ratingen nahmen an einer Ausbildungssprengung in einem Wuppertaler Steinbruch teil. Neben dem Sprengen von acht Gesteinsbrocken in aufeinanderfolgenden Sprengungen, wurden auch zwei weitere mittels schweren Geräts händisch zerkleinert.

Foto: THW/Hendrik Glasmacher

Bereits kurz nach einem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft des Technischen Hilfswerkes (THW) Düsseldorf brachen die Teilnehmenden mit mehreren Fahrzeugen auf, um sich mit der vorausgefahrenen Fachgruppe Sprengen am Eingang des Steinbruches zu treffen. Nach dem Erreichen des Sprengplatzes wurden alle Anwesenden durch einen der Sprengberechtigten und Organisatoren der Ausbildung in die Sicherheitsmaßnahmen innerhalb des fremden Geländes eingeweiht, da aufgrund der Gegebenheiten besondere Vorsicht geboten war.

Im Anschluss an die Einweisung wurden alle Gesteinsbrocken, sogenannte Knäpper, zunächst vermessen und daraufhin dementsprechend markiert. Diese Markierungen geben Auskunft über die Menge und Platzierung des Sprengstoffes, welcher für die Detonation verantwortlich ist. Parallel zu den Vermessungen, wurden das Aufbohren und Aufstemmen der Steine vorbereitet.

Mittels dem Anhänger Drucklufterzeugung der Fachgruppe Räumen wurden ein Druckluftbohrer, sowie ein pneumatischer Bohrhammer angetrieben, um die nötigen Löcher für die Sprengsätze zu schaffen. Aufgrund des hohen Eigengewichtes der Arbeitsmittel, geschah dies vor allem in Trupps. Währenddessen bereitete auch die Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung unter der Führung von Sebastian Kuhlmann ihre Knäpper vor. Die zu sprengenden Knäpper wurden zwischen den Ortsverbänden Düsseldorf und Ratingen aufgeteilt, sodass jede Gruppe selbstständig arbeiten konnte.

Nach Beendigung der Vorbereitungsmaßnahmen verließen die Helfer und Helferinnen den Gefahrenbereich und sammelten sich an einer entfernten Stelle, ehe der Sprengstoff verkabelt wurde.

Nach Warnsignalabgabe durch die sprengberechtigten Personen stand das von vielen Helfern ersehnte Spektakel kurz bevor: 3…2…1… Sprengung. Mit einem lauten Knall wurden die präparierten Knäpper zerkleinert. Nach Überprüfung der Detonation und der Sprengladungen, erfolgte die zweite Sprengung, welche, wie auch die Erste, aus einer sogenannten Sprengglocke ausgelöst wurde.

Nach Verziehen der, durch die Explosion entstandenen, giftigen Gase wurde erneut geprüft, ob alles planmäßig geschehen ist. Nach der letzten Überprüfung traten die Beteiligten nacheinander die Rückfahrt nach Düsseldorf beziehungsweise Ratingen an, um dort die Fahrzeuge zu säubern und die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.

„Es war sehr schön, mit den Kameraden und Kameradinnen des anderen Ortsverbandes zusammen zu arbeiten und gemeinsam Ruhe in den Einsatz bringen, um für kommende Einsätze bereits gerüstet zu sein,“ erzählt Martin Dessauer, Helfer der Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung im Nachhinein. „Es sei eine lehrreiche Erfahrung gewesen, zumal es auch ein Gefühl für unsere vielfältige Expertise in verschiedenen Einsatzszenarien gebe.“

Auch der Gruppenführer der Fachgruppe Sprengen aus Düsseldorf ist mit der Übung zufrieden: „Für alle Beteiligten war es eine tolle und erfolgreiche Ausbildung. Ich danke allen Beteiligten und der Geschäftsleitung des Kalkwerkes für die sehr gute Zusammenarbeit. Mit dem Besuch bei der Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH & Co. KG habe man eine gute Möglichkeit gehabt, den Umgang mit verschiedenen Bohraustattungen auszuprobieren und zu üben.“

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